Die ungeschönte, lange Vorstellung

Vorstellung-Ann-Kristin-Vinterberg

Ich bin diejenige, die sauer wird, wenn ich trotz CI nicht richtig höre – warum auch immer – weil ich mich dann draußen vor fühle, isoliert und alleine.

Wenn es laut wird, höre ich schlecht, aber ich bin gut beim Zwischentöne hören. Ich höre übrigens auch mit den Augen und am besten, wenn ich die Brille aufhabe, auch wenn die meisten lachen, wenn ich sage: „Warte mal, ich höre dich nicht, ich setzte mal eben meine Brille auf.“

Ich bin die, die vor dem Kochtopf steht, rührt und ein Buch liest und dabei die Suppe anbrennen lässt oder in der S-Bahn die Station verpasst, weil ich doch gerade nicht den Weg aus der Parallelwelt finde.

Ich vergesse oft die Unterwäsche und Strümpfe im Koffer, aber ganz sicher nicht eine halbe Buchladung. Mein Mann liebt übrigens E-Bücher, nicht weil er sie liest, sondern weil unser Koffer jetzt nicht mehr einem Betonklotz gleich. Aber ich habe meine Koffer immer selbst getragen – deshalb die guten Armmuskeln. Ehrenwort.

Auf dem Motorrad erfinde ich neue Geschichten oder singe laut.

Ich glaube an das Gute im Menschen, und wenn Menschen mich enttäuschen, fange ich einfach wieder an, an das Gute zu glauben.

Obwohl ich ein Wortfreak bin und gerne mit Wörtern spiele, bin ich aber auch die, der oft die Worte fehlen, und die dann lieber den Mund hält.

Ich glaube, dass Gott unser Leben in seiner Hand hält, und dass er einen Weg für uns jeden hat. Darum rede ich auch gerne über Gott und die Welt, aber ich respektiere den Weg der anderen.

Ich glaube nicht an Reinkarnation, also genieße ich mein kostbares und einmaliges Leben in vollen Zügen, und weil ich gerne viele Leben leben möchte, verschwinde ich regelmäßig in Buchwelten.

Ich konkurriere gerne mit Gott, indem ich Welten erschaffe, aber ganz schnell fällt mir auf, dass ich nicht Gott bin und seine Welt viel bunter und grösser ist als meine. Und sicher auch mehr durchdacht, aber trotzdem würde ich ihm gerne ab und zu einen kleinen Tipp geben, was er anders und besser machen könnte.

Ann Kristin Vinterberg privat 02
Über mich - Ann-Kristin Vinterberg

Geboren bin ich in Paderborn, als viertes und hörbehindertes Mädchen. Die Welt der Hörenden war für mich ein Rätsel, und so wurden Bücher mein Rettungsanker. Mit ihnen habe ich die Welt entdeckt und natürlich auch die Sprache.

Nach dem Abitur zog ich mich zwei Jahre nach Südfrankreich zurück; mir war es einfach zu kalt in Deutschland. Schon damals war ich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens.

Eigentlich wollte ich dort alt werden, aber nach meinem Studium der Theologie in Münster, passierte genau das, was ich nie erwartet hatte. Ich verliebte mich in einen Dänen, der mich in den kalten und dunklen Norden entführte. So wurde das melodische Französisch gegen das harte Dänisch ausgetauscht, und ich lernte, wie präzis und einfach sich viele Skandinavier ausdrücken.

In Dänemark habe ich seit 1994 an vielen Orten gelebt; ich habe fünfzehn Jahre Verlagserfahrung im Sachbuchbereich gesammelt, Religionswissenschaft und Germanistik in Århus studiert, als Krankenhausseelsorgerin gearbeitet, bei einer Zeitschrift und mich als Lektorin weitergebildet.

Schon als Kind wollte ich Autorin werden, und wenn das nicht möglich wäre, wollte ich zumindest mit Büchern arbeiten. Das letzte habe ich getan, aber es war mir nicht genug, für andere zu schreiben. Es blieb eine Leere, eine Sehnsucht, aber auch genauso viele Zweifel, ob ich das wirklich könnte. Aber ich konnte diese innere Stimme nicht mundtot machen – Gott sei Dank!

Romane von Ann-Kristin Vinterberg Vorstellung

Ich schreibe Liebesromane, die ich in die Welt platziere, die ich kenne – Kopenhagen, diese wunderbare und quirlige Stadt aus blauen und grünen Nuancen; den romantischen Kattegat nördlich von Kopenhagen, mit seinen weichen Dünen, den Buchenwäldern und Steilklippen und Burgen und Schlössern. Meine Welt ist immer nahe am Meer und windumtost. Und weil ich einige Male in Grönland war, träume ich auch davon, einem Grönlandroman zu schreiben.

Meine bisherigen Romane sind Wohlfühlbücher für Skandinavien-Liebhaber, und sie kreisen um ein Thema: Liebe in allen Facetten.

Liebe ist die stärkste und die zerstörerische Macht auf der Welt. Es geht mir um die Liebe, für die wir kämpfen müssen, um das Wachsen und Werben, um das Heil-werden durch Liebe, um zerbrochene Träume und neue Wege.

Ich bin überzeugt, dass Liebe die Welt und uns Menschen verändern kann, aber ich weiß auch, dass sie uns oft sehr viel kostet und fordert. So möchte ich meinen Lesern ein wenig Mut mit auf den Weg geben: Es lohnt sich, an die Liebe zu glauben. Und noch mehr lohnt es sich, für die Liebe zu kämpfen. Immer gibt es die Möglichkeit zu einem neuen Anfang.

Dafür sorgt das Leben. Es zaubert oft viele Überraschungen auf unseren Weg. So wie für mich, als ich in den Norden entführt wurde und Land und Leute kennen- und lieben lernte.

Aber ich möchte nicht nur Liebesromane schreiben, sondern mich auch in anderen Genres austoben, u.a. Kinderbücher, historische Romane und vielleicht auch einen romantischen Spannungsroman. Und ich würde sehr gerne noch einige Sachbücher auf Deutsch schreiben. Obwohl mein Tag auch nur 24 Stunden bereithält, bin ich zuversichtlich. Einfach auch, weil ich mir fest vorgenommen habe, mindestens 100 Jahre alt zu werden. Das Leben ist so wunderbar und hält noch so viel bereit.

Und was mache ich in meiner Freizeit?

Wenn ich nicht lese, schreibe, stricke, backe oder versuche bei unmöglichen Yogastellungen mitzumachen, bin ich draußen. Da bin ich am liebsten mit einem Buch unterwegs (in meiner Hängematte!), verbringe Zeit mit meiner Familie, gehe in Buchenwäldern oder am Meer spazieren, fahre mit meinem Mann Motorrad und trinke leidenschaftliche gerne Tee und heißen Kakao, verbringe Zeit mit meinem wundervollen chinesischen Sohn.

Ann-Kristin Familie